Hedonische Betrachtungen: “Die olfaktorische Überraschung CYNEFIN”

In der zweiten Folge unserer neuen Serie HEDONISTISCHE BETRACHTUNGEN, der Duft-Kolumne unserer maskierten Parfümeurin, atmen wir Meeresluft. Wir reisen zur wilden, von Wind und Gischt geformten grünen Küste von CYNEFIN. Können wir das olfaktorische Geheimnis dieses Duftes ergründen?
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CYNEFIN [ˈkʌnᵻvɪn] is ein wunderbar komplexes walisisches Wort, das mit 'Lebensraum' oder auch mit 'Lieblingsplatz' übersetzt wird, obwohl auch Bedeutungen darin mitschwingen wie die Vielseitigkeit seiner eigenen Vergangenheit, Vertrautheit und einiges mehr.

Der Name ist also nicht das Geheimnis – lassen wir die maskierte Parfümeurin das Wort ergreifen.

“Die Schlüsselnoten von CYNEFIN sind frisch, grün, bitter und pudrig: Wasser, Ozon, Maiglöckchen, Veilchenblätter sowie Engelwurzsamen.”

“Die Ozonnoten im Auftakt durchdringen die Hernoten – dem Duft kalter salziger Meeresluft und Wermut – doch das eigentliche, faszinierende Geheimnis wartet in den Basisnoten auf den Kenner.”

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“Die olfaktorische Überraschung von CYNEFIN ist seine doppelte, stets präsente Basis: Trügerisch kalt mit einer warmen, lebendigen Vibration von Amber.”

“Wenn CYNEFIN eine Filmszene wäre, wäre es die ergreifende Sequenza aus dem Filmdrama The Piano (1993), in der Ada, die Heldin, sich nur lebendig fühlt, wenn sie ihr am leeren Strand zurückgelassenes Piano findet und spielt."

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